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03. April 2025 Werdau

Die Problematik der häuslichen Gewalt ist aktueller denn je. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der betroffenen Frauen, Männer und Kinder weiter gestiegen – eine besorgniserregende Entwicklung, die verstärkte Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit erfordert.

Aus diesem Grund veranstaltete das Jugendamt des Landkreises Zwickau, Koordinierungsstelle Netzwerk zur Förderung des Kindeswohls, eine Fachveranstaltung zu diesem wichtigen Thema. Am 19. März 2025 kamen im Verwaltungszentrum in Werdau rund 120 Fachkräfte und Netzwerkpartner zusammen, um sich auszutauschen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und Lösungen zu diskutieren.

VIELFÄLTIGES PROGRAMM MIT FACHVORTRÄGEN UND WORKSHOPS

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Amtsleiterin des Jugendamtes, Annett Meylan sowie der Ausländer- und Gleichstellungsbeauftragten, Birgit Riedel. In einem vielseitigen Programm mit Fachreferaten, Workshops und einem „Markt der Möglichkeiten“ standen zentrale Fragen im Mittelpunkt:

  • Was ist häusliche Gewalt und wie äußert sie sich?
  • Welche Anzeichen gibt es und wie erkennt man Betroffene?
  • Wie können Kinder und Familien unterstützt werden?
  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Behörden und  Einrichtungen?
  • Welche Anlaufstellen bieten Hilfe und Unterstützung?

Besonderer Dank gilt den mitwirkenden Referenten, die nicht nur wertvolle Einblicke in ihre tägliche Arbeit gaben, sondern auch für Fragen und weiterführende Gespräche zur Verfügung standen. Dazu gehörten insbesondere die Opferschutzbeauftragte der Polizeidirektion Zwickau, Wildwasser ZWICKAUer Land e. V., die Opferhilfe Sachsen e. V. – Beratungsstelle Zwickau, der Frauenschutz des SOS-Kinderdorfes Zwickau, die Beratungsstelle für Gewaltausübende des Caritasverbandes für Chemnitz und Umgebung e. V. sowie der Allgemeine Sozialdienst des Jugendamtes.

GROßE RESONANZ UND ANHALTENDER BEDARF

Bereits im Juni 2024 wurde diese Fachveranstaltung erstmals in der Stadthalle Meerane durchgeführt. Aufgrund der positiven Resonanz und der hohen Nachfrage wurde sie nun erneut angeboten. Auch diesmal konnten leider nicht alle Interessierten teilnehmen – ein Zeichen dafür, dass der Bedarf an Aufklärung, Vernetzung und praxisnaher Unterstützung weiterhin groß ist.

Die Veranstaltung hat einmal mehr verdeutlicht: Der Schutz von Betroffenen häuslicher Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Nur durch kontinuierliche Zusammenarbeit, Sensibilisierung und professionelle Unterstützung können nachhaltige Lösungen geschaffen werden.

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