Dabei standen sowohl der Erhalt wertvoller Kulturdenkmale als auch die Entwicklung neuer Angebote für die Menschen vor Ort im Mittelpunkt.
Im Schloss Waldenburg übergab die Staatsministerin einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 39.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen. Mit dem Geld wird die Restaurierung der historischen Seidentapeten im sogenannten Chinesischen Zimmer fortgesetzt.
Das Chinesische Zimmer gilt als kunsthistorisch herausragend. Die dort verwendeten Seidentapeten wurden bereits im 18. Jahrhundert in China gefertigt und sind bis heute als großflächige Wand- und Deckenverkleidung erhalten. Licht, Raumklima und das hohe Alter setzen dem empfindlichen Material jedoch zu. Deshalb werden die Restaurierungsarbeiten seit mehreren Jahren schrittweise fortgeführt. Bereits zwischen 2022 und 2025 unterstützte der Freistaat die Maßnahmen mit rund 160.000 Euro.
Landrat Carsten Michaelis betonte die besondere Bedeutung des Raumes: "Mit dem Chinesischen Zimmer besitzt das Schloss Waldenburg einen besonderen Schatz, der weit über die Region hinaus Bedeutung hat. Die aufwendig gestalteten Seidentapeten sind ein beeindruckendes Zeugnis historischer Handwerkskunst und kultureller Vielfalt. Die Förderung ermöglicht es, dieses einzigartige Ensemble Schritt für Schritt zu sichern und für Besucher auch künftig erlebbar zu machen."
Anschließend besuchten die Gäste den Sophiengrund in der historischen Mittelstadt von Waldenburg. Dort wurde die ehemalige Gaststätte "Zur Ente" zu einem modernen Ort für Begegnung, Beratung und therapeutische Angebote umgestaltet. Das Projekt des Heilpädagogisch-künstlerischen Therapeutikums Chemnitz e. V. wurde mit rund 350.000 Euro aus dem europäischen Förderprogramm LEADER unterstützt.
Im Erdgeschoss des historischen Gebäudes sind inzwischen ein inklusives Kultur-Café, ein Laden sowie Gemeinschaftsräume entstanden. Im Obergeschoss hat sich eine psychotherapeutische Praxis angesiedelt. Perspektivisch sollen weitere Gebäude und Freiflächen für Begegnung, Lernen, gemeinsames Arbeiten und therapeutische Angebote entwickelt werden.
Die beiden Projekte stehen beispielhaft dafür, wie Fördermittel dazu beitragen können, wertvolle historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig neue Perspektiven für das gesellschaftliche Leben im ländlichen Raum zu schaffen.
Foto: SMIL/Kleinfeld
