Mit der Verkehrsfreigabe steht den Verkehrsteilnehmern nun wieder eine deutlich verbesserte und langfristig leistungsfähige Straßenverbindung zur Verfügung.
Ausgangspunkt der Maßnahme war der schlechte Zustand der Fahrbahn. Starke Unebenheiten, Frostaufbrüche und Verdrückungen beeinträchtigten die Befahrbarkeit erheblich. Hinzu kamen unbefestigte Fahrbahnränder, Defizite bei der Straßenentwässerung sowie ein sanierungsbedürftiges Fahrzeug-Rückhaltesystem.
Der Landkreis Zwickau reagierte auf den Handlungsbedarf und begann am 23. März 2026 mit den Bauarbeiten unter Vollsperrung der Strecke. Ursprünglich war vorgesehen, den Asphaltaufbau auf einer Länge von rund 850 Metern zu erneuern und damit die Befahrbarkeit nachhaltig zu verbessern.
Nach Beginn der Arbeiten zeigte sich jedoch, dass sich unter der Fahrbahn deutlich schlechtere Baugrundverhältnisse befanden als zunächst angenommen. Nach Abschluss der Fräsarbeiten wurde sichtbar, dass für eine dauerhafte Instandsetzung zusätzliche Maßnahmen erforderlich waren. Um die Tragfähigkeit des Straßenkörpers langfristig sicherzustellen, musste der Untergrund umfangreich verbessert und stabilisiert werden.
Dazu erfolgte zunächst eine Bodenverbesserung beziehungsweise Bodenstabilisierung in einer Stärke von rund 20 Zentimetern. Anschließend wurde der Untergrund durch den Einbau eines Mischbinders auf einer Stärke von etwa 30 Zentimetern zusätzlich verfestigt. Darüber hinaus wurden rund 40 Meter bewehrte Erde hergestellt.
Im Zuge der Maßnahme entstanden außerdem rund 350 Meter Sickerleitung zur Verbesserung der Straßenentwässerung. Anschließend wurden eine neue Asphalttragschicht sowie die Asphaltdeckschicht eingebaut. Ergänzend dazu erfolgte die Erneuerung von rund 650 Metern Stahlschutzplanken sowie die Herstellung der Fahrbahnmarkierung.
Für die Instandsetzung der K 9306 investierte der Landkreis Zwickau rund 615.000 Euro. Die Finanzierung erfolgte über Mittel nach § 20b des Sächsischen Finanzausgleichsgesetzes (SächsFAG). Grundlage für die schnelle Umsetzung war der am 26. Juni 2025 abgeschlossene Rahmenvertrag zur Beseitigung von Fahrbahnschäden, der ein zügiges Reagieren auf den festgestellten Instandsetzungsbedarf ermöglichte.
Mit der Bauausführung war die STRABAG AG, Direktion Sachsen-Thüringen, Gruppe Glauchau, beauftragt.
Durch die umfangreichen Arbeiten konnte nicht nur die Fahrbahn erneuert, sondern auch die Substanz der Straße nachhaltig verbessert werden. Die K 9306 erfüllt damit wieder die Anforderungen an eine sichere und leistungsfähige Verkehrsverbindung im Landkreis Zwickau.
